LAUSITZER FOTOTAGE

B Kaeber Ausschnitt

Das Projekt Lausitzer Fototage

Die 1. Lau­sit­zer Foto­ta­ge sind ein Pilot­pro­jekt für eine Rei­he ein­mal jähr­lich statt­fin­den­der Veranstaltungen/Symposien mit Werk­statt- und Stu­di­en­cha­rak­ter. Pro­mi­nen­te sowie jun­ge Foto­gra­fin­nen und Foto­gra­fen aus ver­schie­de­nen Gegen­den des Lan­des kom­men in die Lau­sitz, um hier zu arbei­ten, die Beson­der­hei­ten der Regi­on zu ent­de­cken und einer brei­te­ren Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. Die Ein­bin­dung und ein kon­kre­ter Erfah­rungs­aus­tausch mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen die aus der Regi­on kom­men und hier arbei­ten, ist Teil der Fototage.

weiterlesen

Das Pro­jekt selbst soll dazu die­nen, auf die Poten­zia­le und Chan­cen die­ses zwei­spra­chi­gen, sorbisch/wendischen Land­schafts­rau­mes und der hier leben­den Men­schen hin­zu­wei­sen und nach­er­leb­bar zu machen. Dazu gehört, sich aus­ein­an­der­zu­set­zen mit der sich stän­dig wan­deln­den Arbeits­welt, der Land­wirt­schaft, dem Was­ser­ma­nage­ment, den Start Ups, Inno­va­tio­nen und Zukunfts­pla­nun­gen eben­so wie mit den viel­fäl­ti­gen Gefil­den der Lau­sitz, den his­to­ri­schen und neu­en Bau­wer­ken. Die Nähe zu Polen und zu Ber­lin kön­nen eige­ne Schwer­punk­te bilden. 

Den ein­ge­la­de­nen Fotografinnen/Fotografen bie­ten sich her­vor­ra­gen­de Arbeits­be­din­gun­gen und land­schaft­li­che wie men­ta­le Besonderheiten :

Mit der Lau­sitz ver­bin­det sich neben einer rei­chen Kul­tur­land­schaft vor allem die Vor­stel­lung von zahl­rei­chen still­ge­leg­ten und noch eini­gen weni­gen akti­ven Braun­koh­le­ta­ge­bau­en. Die Rekul­ti­vie­rung ist Aus­druck eines not­wen­di­gen Wan­dels, den es wei­ter zu gestal­ten gilt, ein­ge­bet­tet in eine vor­han­de­ne rei­che Natur­land­schaft mit Seen, sanf­ten Hügeln und Wäl­dern. In gut erhal­te­nen mit­tel­al­ter­lich anmu­ten­den Städ­ten sind Schlös­ser, Her­ren­häu­ser und Bau­denk­mä­ler als his­to­ri­sche Zeu­gen eben­so zu fin­den wie archi­tek­to­ni­sche Neu­hei­ten. Die Men­schen hier sind stolz auf ihre Innen­städ­te und Dör­fer, auf Markt­plät­ze, Gas­sen und Kirchen.

Es geht aber auch dar­um, die vor­han­de­nen Leucht­tür­me der Bil­dung, Wis­sen­schaft, For­schung und Wirt­schaft mit ein­zu­be­zie­hen und mög­lichst bild­lich zu transportieren.

Die Foto­ta­ge sol­len über dies dazu die­nen, die Regi­on mit ihren Stär­ken bekann­ter zu machen und das Inter­es­se an den Schön­hei­ten gera­de die­ser Land­schaft und ihrer Beson­der­hei­ten, aber auch ihre Gefähr­dung durch den Kli­ma­wan­del zu wecken.

Viel­leicht gelingt es uns, neue Impul­se anzu­re­gen. Wir arbei­ten auch an Koope­ra­tio­nen mit ande­ren Akteu­ren in der Regi­on (Sor­bi­sches Insti­tut Cott­bus, Lau­sitz Fes­ti­val, Bran­den­bur­gi­sches Lan­des­mu­se­um für moder­ne Kunst Cottbus/Frankfurt (Oder), jazz­werk­statt Peitz, Schloss Lie­be­ro­se, Kunst­pro­jek­te des Land­krei­ses Dah­me-Spree­wald »aqua­me­dia­le« in Schlep­zig (Unter­spree­wald) und »spek­tra­le« in Lüb­ben (Spree­wald)).

Das zen­tra­le Inter­es­se der Men­schen, die hier leben, gilt den Pro­jek­tio­nen auf die Zukunft : Wie geht es mit dem Land wei­ter, wie wol­len wir zukünf­tig leben ? Die gro­ßen Ver­än­de­run­gen in der Lau­sitz bedür­fen grund­sätz­li­cher Lösun­gen für die künf­ti­gen Lebens­be­din­gun­gen in die­sem Land­strich. Dabei sind Struk­tur­wan­del und Bür­ger­be­tei­li­gun­gen im Rah­men der Zivil­ge­sell­schaft wich­ti­ge Säu­len für die neue Art in einer intak­ten Umwelt zu leben bzw. die­se nach und nach ver­än­dert wie­der her­zu­stel­len. Das gilt vor allem da, wo es gegen­wär­tig Pro­ble­me gibt, wie z.B. bei der Trans­for­ma­ti­on der Fol­gen des radi­ka­len Lau­sit­zer Braun­koh­le­ab­baus in Land­schaft und Gesellschaft.

Par­al­lel zu den Foto­ta­gen gibt es in Lie­be­ro­se eine Foto­gra­fie-Aus­stel­lung unter frei­em Him­mel. Zukünf­tig sol­len die Ergeb­nis­se des Vor­jah­res-Sym­po­si­on gezeigt wer­den. In die­sem Jahr, in der Pilot­aus­stel­lung  »Lau­sit­zer Momen­te«, wer­den aus­ge­wähl­te Arbei­ten von Foto­gra­fin­nen und Foto­gra­fen aus der Lau­sitz vorgestellt :

Peter Arend
Chris­ti­na Glanz

Alex­an­der Janetz­ko
Tho­mas Klä­ber
Georg Krau­se
Jür­gen Mat­schie.

Die Kuratoren

Gabrie­le Musch­ter
lebt in Lie­de­kah­le (Bran­den­burg), Kunst­wis­sen­schaft­le­rin, arbei­tet auch als Kura­to­rin von inter­na­tio­na­len Kunst­aus­stel­lun­gen, Autorin, Redak­teu­rin. Zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen, vor allem zur ost­deut­schen Kunst und Fotografie.

Her­bert Schir­mer
lebt in Lie­be­ro­se (Spree­wald), arbei­tet als Kunst-und Kul­tur­ma­na­ger, Aus­stel­lungs­ku­ra­tor, zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen, 1990 Kul­tur­mi­nis­ter der DDR (in der ers­ten frei­ge­wähl­ten und zugleich letz­ten Regie­rung der DDR).

Uwe Warn­ke
lebt in Ber­lin, Autor, Ver­le­ger, Kura­tor. 1982 Grün­der der ers­ten ille­gal erschie­ne­nen Künst­ler­zeit­schrift in der DDR, Entwerter/Oder. Seit 1990 Aus­stel­lun­gen zur Poe­sie des Unter­grunds, zur Buch­kunst und zur zeit­ge­nös­si­schen Fotografie.

Das Pro­jekt wur­de ermög­licht durch die freund­li­che Unter­stüt­zung der

Logo Sparkassenstiftung

Zu den 1. Lau­sit­zer Foto­ta­gen sind ein­ge­la­den die­se Fotografen :

Kurt Buch­wald, Ber­lin & Car­la Pohl, Ber­lin
Kai-Olaf Hes­se, Steutz &  Sonia Bial­a­sie­wicz, Ber­lin
Tho­mas Klä­ber, Kolk­witz & Anna Ties­sen, Ber­lin
Mat­thi­as Leu­pold, Ber­lin & Lau­ra Maria Gör­ner, Ber­lin und Düs­sel­dorf
Lore­da­na Nemes, Ber­lin & Ron­ja Fal­ken­bach, Ber­lin